Der Abwasserverband Leimbach-Angelbach wurde im November 1961 gegründet. 5 Jahre später wurde die Kläranlage des Abwasserverbandes auf der Gemarkung Wiesloch in Betrieb genommen. 1974 bis 1979 fand eine 1. Erweiterung der Anlage statt. Zum Abbau von Stickstoff und Phosphor wurde die Anlage bis 1998 um eine weitere Reinigungsstufe ergänzt. Im Januar 2004 wurde der Abwasserverband durch die neu hinzugekommenen Aufgaben des Hochwasserschutzes in den Abwasser- und Hochwasserschutzverband Wiesloch (AHW) umbenannt. Die Kläranlage ist derzeit auf 110.000 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Heute sind beim AHW Wiesloch 28 Mitarbeiter beschäftigt. Wesentliche Betriebsaufgaben sind neben der Abwasserreinigung und dem Hochwasserschutz auch die Abwasserkontrolle von Industrie und Gewerbe sowie die Verarbeitung von angelieferten flüssigen Reststoffen dieser Sparte (z.B. Fettwasser).

Die Fläche des Klärwerksgeländes erstreckt sich über 8 ha, davon nehmen unversiegelte Freiflächen und Grünflächen ca. 5 ha ein. Neben ca. 45 km Zubringerkanälen werden noch Hebewerke, Pumpstationen, Überlauf- und Rückhaltebauwerke vom AHW betrieben.
Der Außenbereich
Die Mitarbeiter des AHW betreuen 35 Regenüberlaufbecken (RÜBs) und 6 Regenüberläufe (RÜs) - das sind Regenentlastungen für das Kanalsystem - sowie seit 2002 weitere 21 RÜs der Verbandsgemeinden. In den Regenüberlaufbecken wird das bei Regen anfallende stark verschmutzte Regenwasser gespeichert und später zur Reinigung in die Kläranlage weitergeleitet. In den Vorfluter des Klärwerks wird somit nur noch unbelastetes Niederschlagswasser eingeleitet. Alle Außenanlagen im Verbandsgebiet werden von Mitarbeitern des AHW gewartet. Ständige Umbau- und Erweiterungsarbeiten sind notwendig.
Weiterhin betreibt der AHW das Hochwasserrückhaltebecken in Mühlhausen. In den nächsten Jahren ist im Einzugsgebiet des Leimbaches der Bau von weiteren Hochwasserrückhaltebecken geplant, um auch dort einen ausreichenden Hochwasserschutz zu gewährleisten.

Ebenfalls wird von unseren Mitarbeitern das Kanalkataster, d. h. Erfassung der Schäden und deren Sanierung, sowie die vorgeschriebene Wiederholungsprüfung bearbeitet.

Die Indirekteinleiterbeprobung, d. h. Erfassung der wichtigen Industrie- und Gewerbebetriebe im gesamten Verbandsgebiet, die vierteljährliche Kontrolle von Betrieben mit einem Abwasseranfall von > 500 Kubikmeter pro Jahr oder relevanter Abwasserzusammensetzung, ist gleichfalls eine herausragende Aufgabe im Bereich des Umweltschutzes, die von unseren Mitarbeitern erledigt wird.

Zu diesen umweltrelevanten Aufgaben zählt auch die Erfassung der Fremdwasserzuflüsse und deren Beseitigung, d.h. eintretendes Grund- und Quellwasser wird im Kanal geortet und nach Möglichkeit beseitigt.